Nur 5 Menschen angesteckt

377 Bewohner eines Gebäudekomplexes in Grevenbroich wurden am Sonntag auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Die Auswertung ergab, dass bei fünf Bewohnern eine Covid-19-Infektion nachzuweisen ist, wie der Rhein-Kreis heute berichtet. Alle anderen Testergebnisse sind negativ.

Bei den positiv Getesteten handelt es sich um eine alleinstehende Person sowie vier weitere Infizierte aus drei unterschiedlichen Familien. Das Kreis-Gesundheitsamt empfiehlt der Stadt, die Betroffenen schnellstmöglich gemeinsam mit allen im Haushalt lebenden Personen für zunächst 14 Tage anderweitig unterzubringen. Zur Verhinderung weiterer Ansteckungen wird das Gesundheitsamt des Rhein-Kreis Neuss nun alle Kontaktpersonen der Infizierten ermitteln und der jeweils zuständigen Stadt empfehlen, diese unter Quarantäne zu stellen.

Für alle negativ getesteten Bewohnern des Gebäudekomplexes wird die Quarantäne nun aufgehoben. Personen, die nicht getestet werden wollten, verbleiben für 14 Tage unter Quarantäne. „Wenn Bewohner Symptome einer Atemwegserkrankung bemerken, bitte ich diese, sich für einen erneuten Test bei der Hotline des Kreis-Gesundheitsamtes melden“, bittet der Landrat.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Foto: A. Baum / Rhein-Kreis Neuss 

Die Hotline des Kreis-Gesundheitsamtes ist mit der Telefonnummer 02181/601-7777 montags bis freitags von 8 – 18 Uhr und am Wochenende von 9 – 18 Uhr erreichbar.

Am Sonntag wurde allen etwa 450 Bewohnern des Gebäudekomplexes in Grevenbroich eine Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus angeboten. Zuvor war am Freitag bekannt geworden, dass sich zwei dort wohnhafte Familien, bei denen eine Infektion festgestellt worden war, nicht an die Quarantäneauflagen gehalten hatten. Beim Durchsuchen des Hauses war ein 58 Jahre alter Mann tot in seien Wohung gefunden worden. Er ist identifiziert.

Von einem Verbrechen gehen die Ermittler nicht aus: Es gibt keine Hinweise auf Fremdverschulden, wie eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen sagte. Die genaue Todesursache ist unklar. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach soll nun entscheiden, ob die Leiche obduziert wird, sagte eine Polizeisprecherin, wie auf Facebook zu lesen ist.

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