Touristik und Gastgewerbe gehen am Stock

Die Zahl der Übernachtungen in den nordrhein-westfälischen Beherbergungsbetrieben war im Mai 2021 mit rund 1,4 Millionen um 10,0 Prozent höher als im Mai 2020. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag die Gästezahl mit 407 003 um 5,0 Prozent über dem Ergebnis von Mai 2020. Der Anstieg bei den Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland (121 880) lag bei 40,1 Prozent. Bei Betrachtung dieser Zahlen, könnte man meinen, es sei alles in Butter, aber gegenüber Mai 2019 verringerte sich die Zahl der Übernachtungen um 70,7  Prozent und die der Gästeankünfte um 81,7 Prozent.

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Die Statistik zum Reiseverkehr korrespondiert mit der zu den Umsätzen im Gastgewerbe. Sie waren im Mai 2021 real – also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung – um 10,8 Prozent niedriger als im Mai 2020. Im Vergleich zum Mai 2019 lag der Umsatzrückgang bei 63,0 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, sanken die Umsätze gegenüber Mai 2020 nominal um7,9 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat (April 2021) stieg der Umsatz dagegen um 10,2 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe lag im Mai 2021 um 13,1 Prozent unter dem Ergebnis von Mai 2020.

In der Beherbergung war der Umsatz real um 10,4 Prozent höher als im Mai 2020. Gegenüber dem Vormonat entspricht das einem Plus von 13,6 Prozent. Verglichen mit dem Umsatz vom Mai 2019  lag der Umsatzrückgang bei 77,3 Prozent. Die Gastronomieunternehmen verbuchten um 14,2 Prozent niedrigere Umsätze als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Umsatz hier um 9,6 Prozent; gegenüber Mai 2019 verringerte sich der Umsatz um 57,4 Prozent.

Im vom Umgang mit Corona besonders betroffenen Hotelgewerbe war der Umsatz real um 17,9 Prozent höher als vor einem Jahr; im Vergleich zum Mai 2019 sanken die Umsätze aber um 78,2 Prozent. In der ausschankgeprägten Gastronomie sank der reale Umsatz um 35,7 Prozent, gegenüber Mai 2019 betrug der Rückgang 77,7 Prozent. Einen Rückgang von 22,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchten die Campingplätze; verglichen zum Mai 2019 gingen die Umsätze um 31,0 Prozent zurück.

Für die ersten fünf Monate des Jahres 2021 ermittelten die Statistiker für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe ein reales Umsatzminus von 45,0 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum; nominal sanken die Umsätze um 43,1 Prozent.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass –  um zu aussagekräftigen Aussagen  zu kommen – jetzt zusätzlich ein Vergleich zu den entsprechenden Monatsergebnissen des Jahres 2019 dargestellt wird.