Vorsorglich in Quarantäne

Das Kaarster Albert-Einstein-Gymnasium hat am 28.02.20 20 Schülerinnen und Schüler vorsorglich bis einschließlich Montag, 02.03 20, in häusliche Quarantäne versetzt. Zwei dieser Schüler wohnen in Neuss und werden nun ebenfalls vorsorglich in Quarantäne bleiben. Der Hintergrund: Eine Lehrerin des Kaarster Gymnasiums aus dem Kreis Heinsberg wird aktuell durch die dortigen Behörden betreut, eine reine Vorsichtsmaßnahme auf Anordnung des Kreis-Gesundheitsamtes: Es liegt kein Verdachtsfall und keine Erkrankung mit dem Corona-Virus in Kaarst vor. Weder die Lehrerin noch die Schüler zeigen bisher Symptome einer Erkrankung. Die Schülergruppe war mit der Lehrerin seit Mittwoch auf einer Exkursion in einer Düsseldorfer Jugendherberge. Am Donnerstagabend erfuhr die Lehrerin, dass sie am Wochenende in Kontakt zu einem Corona-Erkrankten aus dem Kreis Heinsberg stand. Sie informierte daraufhin umgehend die Schulleitung und verließ die Schülergruppe. Diese wurde noch am Donnerstagabend von ihren Eltern abgeholt. Der Erste Beigeordnete der Stadt Kaarst, Dr. Sebastian Semmler, wendete sich direkt an besorgte Eltern, deren Kinder das Albert-Einstein-Gymnasium besuchen: „Zu keinem Zeitpunkt bestand seitens der Lehrerin oder der Schülerinnen und Schüler ein Kontakt zur Schule, nachdem die Lehrerin mit der infizierten Person Kontakt hatte.

Alle Maßnahmen werden mit dem Kreis-Gesundheitsamt abgestimmt. Der Schulbetrieb des Albert-Einstein-Gymnasiums kann nach Rücksprache mit allen zuständigen Behörden normal weiterlaufen“, so Semmler. Die Kaarster Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus machte deutlich, dass derzeit keine Grundlage für weitergehende Maßnahmen besteht. Auch die Stadt Neuss betont, dass es momentan keinen Grund zur Beunruhigung gibt. Wer Fragen zum Corona-Virus hat, dem wird die Hotline des Kreis-Gesundheitsamtes angeboten. Sie hat die Tel.Nr. 02181/601-7777 (Mo.-Fr. 8 bis 18 Uhr; Sa. u. So. 9 bis 18 Uhr).