Wie eine Geschichte von Münchhausen

Er band sein Pferd an eine Kirchturmspitze, ritt auf einer Kanonenkugel, zog sich am Schopf aus dem Sumpf und reiste sogar zum Mond. Die Anekdoten stimmen vielleicht nicht, aber den Lügenbaron Münchhausen gab es wirklich. Ob sich daran ein junger Mann ein Beispiel nahm, der in der nachfolgenden wahren Begebenheit vorkommt, ist nicht überliefert, möglich schon, denn er erzählte Polizisten etwas, was auch vom Lügenbaron hätte stammen können. Dabei handelt es sich dennnach derzeitigem Stand der polizeilichen Ermittlungen um einen profanen Unfall, der sich am frühen Freitagmorgen (22.07.22), gegen 5 Uhr, ereignete. Die Fahrt eines 19ährigen mit einem Daimler auf der Rheydter Straße in Jüchen endete mit erheblichen Sachschaden. Es wurde allerdings niemand verletzt. 

Zeugen, die den Unfall bemerkt hatten, informierten die Polizei. 

Der erwähnte Fahrzeugführer schilderte den Beamten gegenüber, dass es sich bei dem Daimler um den Wagen seiner Mutter handele, der angeblich gestohlen worden sei und den er nun an der Unfallstelle zufällig aufgefunden habe. 

Doch das schildern andere anders. Demnach war der Mann aus Mönchengladbach auf der Rheydter Straße in Fahrtrichtung Holzer Weg unterwegs, als er aus noch unbekannter Ursache nach links von der Fahrbahn abkam. Er touchierte drei Poller auf dem Gehweg und stieß anschließend noch mit einem geparkten Anhänger und einem Skoda zusammen, wobei letzterer wiederum in einen Fiat geschoben wurde.  

Die Ausflüchte des jungen Mannes könnten in der fehlenden Fahrerlaubnis begründet gewesen sein, vielleicht aber auch in der Tatsache, dass ein Schnelltest ein positives Ergebnis auf Kokain-Konsum zeigte.  Während das stark beschädigte Auto von einem Abschleppunternehmen geborgen wurde, stellten die Polizisten noch ein Tütchen mit mutmaßlichen Drogen sicher, das ganz in der Nähe auf einem angrenzenden Grundstück lag. 

Nun laufen die Ermittlungen wegen sehr vieler Vergehen.