Wie es mit der Sebastinusstraße weiter geht

Man kann nicht sagen, dass die Stadtverwaltung nicht viel unternimmt, um den Anwohnern und Geschäftsleuten von der Sebastianusstraße die Verkehrsbeschränkung schmackhaft zu machen, die seit Anfang August verordnet ist. Das ist sicher auch notwendig, wie immer, wenn liebgewonnene Gewohnheiten nicht mehr möglich sind.

Christoph Hölters, fotografiert auf der Sebastianusstraße

Es meldet sich jetzt der Beigeordnete Christoph Hölters zu Wort:„Im ersten Durchgang von „Tanz der Straße Neuss“ wollten wir die Neusserinnen und Neusser einladen, bewusst auf ihr Tempo im Straßenverkehr zu achten“, erläutert er. „Diesmal verknüpfen wir mit der Idee vom Tanz die Frage nach dem Platzbedarf für verschiedenen Verkehrsteilnehmer.“ Ob beim Fußball, bei der Schützenparade, beim Tanz oder eben im Straßenverkehr: Wer nicht aufeinander achtet, tritt sich gegenseitig auf die Füße. Insbesondere der Kfz-Verkehr mit seiner steigenden Zahl an Fahrzeugen, die zudem immer breiter und oft auch falsch abgestellt würden, neigt dazu, allen anderen Fortbewegungsarten kleine und große Flächen streitig zu machen, wird gesagt, Natürlich von denen, die den Autoverkehr am liebsten abschaffen würden. Das ist aber nur eine Minderheit. Aber manchmal hat sie das Sagen.

Seit dieser Woche sollen daher auf der seit August für den Autoverkehr gesperrten Sebastianusstraße die bereits bekannten gelb-orangen Kampagnen-Aufsteller auf das Problem nicht nur aufmerksam machen, sondern auch einen visuellen Anreiz geben. Zudem werden am ersten September-Wochenende mobile Tanz-Teams für Schwung sorgen. Diese begleiten die dann stattfindenden Mobile Open Days und laden zwischen Freithof und der Sebastianusstraße zum Mittanzen ein, in der Hoffnung, dass der Schmerz, liebgewonnene Möglichkeiten nicht mehr ausüben zu können, so gemildert wird. 

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