Wo führt Corona hin?

Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 511 Personen (Vortag: 497) eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Hiervon befinden sich 14 (Vortag: 13) in einem Krankenhaus. Unverändert 372 Menschen sind an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben oder als Nebenwirkung. Gezählt wird das seit März 2020. Im ganzen Jahr 2020 sind im Rheinkreis  5 301 Menschen aus dem Leben geschieden. Nimmt man das als Mittelwert, so sterben innerhalb von 21 Monaten ungefähr 9.276 Menschen im Rhein-Kreis, davon 373 an oder mit Corona, d.h 4,02%. Das heißt aber auch mit anderen Worten, ungefähr 96% aller Verstorbenen sind wegen einer anderen Krankheit zu Tode gekommen. 

Wenn man das dann ins Verhältnis setzt zu dem Aufwand, der betrieben wird, das Infektionsrisiko allgemein zu begrenzen, mit all den Restriktionen und was das alles direkt und indirekt für Geldmittel erfordert, Menschen in Not bringt, Existenzen vernichtet, dürfen Zweifel an der Sinnhaftigkeit durchaus erlaubt sein.

Während Jens Spahn in seiner Funktion als Gesundheitsminister von einem sich nähernden Freiheitstag spricht, drehen andere  wieder an der Lockdownschraube. Es darf gefragt werden, ob das ein Reflex, populistisch oder was anderes ist. 70% der Bevölkerung ist geimpft. 

Die Coronaschutz-Impfung ist allerdings keine Garantie, dass man nicht trotzdem krank wird, wie wir wissen, insofern unterscheidet sie sich schon von der gegen Kinderlähmung, Tetanus oder Masern. Aber schwere Verläufe nach einer Impfung sind doch eher selten. Das alles sollte Anlass sein darüber nachzudenken, ob man es nicht in die Verantwortung des Einzelnen legen sollte, wie er sich schützt – das ist bei anderen Krankheiten ja auch der Fall – es sei denn, es gehe um Aufenthalte in einem Pflegeheim oder Krankenhaus. Da fällt mir noch ein: Freiheit heißt Verantwortung übernehmen. Traut uns die Obrigkeit nicht mehr zu, dass wir dazu in der Lage sind?