Neuss. Die Feuerwehr Neuss blickt auf einen insgesamt ruhigen, aber arbeitsreichen Jahreswechsel zurück. Im Zeitraum von 31.12., 07:00 Uhr, bis 01.01.26, 07:00 Uhr, wurden 24 Einsätze abgearbeitet. Davon entfielen fünf Einsätze auf die Zeit vor Mitternacht sowie 19 Einsätze auf die Nacht nach 00:00 Uhr. Damit bewegte sich das Einsatzaufkommen im für Silvester typischen Rahmen.
Der überwiegende Teil der Einsätze nach Mitternacht entfiel auf kleinere Brandeinsätze. Insgesamt 14 Einsätze standen im Zusammenhang mit entzündetem Feuerwerk, brennenden Feuerwerksresten, Müllcontainern sowie sonstigen Kleinbränden. Darüber hinaus wurden drei Brandmeldeanlagen ausgelöst und es kam zu einem Pkw-Brand, bei dem ein Fahrzeug vollständig ausbrannte.

Besonderer Einsatz der Nacht: Brand einer Gartenlaube Um 01:54 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Brand eines Gartenhauses mit Anbau an einem Einfamilienhaus alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Gebäude bereits in Vollbrand, das Feuer hatte sich bereits auf angrenzende Gebäudeteile ausgebreitet. Mit drei Strahlrohren von drei Seiten gelang es den eingesetzten Teams, das Feuer nach rund 40 Minuten unter Kontrolle zu bringen. Das Einsatzende war gegen 04:00 Uhr. Das betroffene Gartenhaus mit Werkstattunterstand (ca. 6 × 8 Meter) wurde vollständig zerstört. Personen kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden. Zur Ursache des Schadens liegen noch keine Angaben vor.
In der Zeit vor Mitternacht verzeichnete die Feuerwehr fünf Einsätze. Darunter befanden sich zwei Tierrettungen, zwei kleinere technische Einsätze sowie eine Türöffnung für eine hilfsbedürftige Person.
Im genannten Zeitraum kam es bei Einsätzen der Feuerwehr Neuss zu keinen Verletzten. Auch größere Sachschäden über die genannten Brandereignisse hinaus wurden nicht festgestellt. Wie bereits in den vergangenen Jahren gab es zudem keine Übergriffe auf Einsatzkräfte der Feuerwehr. An vielen Einsatzstellen verhielten sich Umstehende umsichtig und unterstützten teilweise durch das frühzeitige Löschen kleinerer Brände.
Die Feuerwehr Neuss bedankt sich bei allen Einsatzkräften, die in der Silvesternacht im Einsatz für Neuss standen, und wünscht allen Bürgern einen guten und sicheren Start ins Jahr 2026.
Pyro auf Polizei
Rhein-Kreis Neuss. Zum Jahreswechsel wurde die Polizei im Rhein-Kreis Neuss in der Zeit von Silvesterabend (18:00 Uhr) und dem Neujahrsmorgen (06:00) Uhr zu 50 Einsätzen (2024: 77) mit direktem Bezug zum Jahreswechsel gerufen.
In 9 Fällen (2024: 16) rückten Polizei und Feuerwehr zu Bränden aus. Es wurden von Betroffenen im Rhein-Kreis Neuss 3 Ruhestörungen gemeldet (2024: 7). Auch in diesem Jahr schlichteten die Einsatzkräfte den einen oder anderen Streit unter Feiernden. Hierbei spielte mitunter auch übermäßiger Alkoholkonsum eine Rolle. 6 Anzeigen mussten wegen Körperverletzungsdelikten aufgenommen werden (2024: 10). Glücklicherweise wurde bei den Auseinandersetzungen nach derzeitigem Kenntnisstand niemand schwerer verletzt. Die Polizei nahm zur Verhinderung von Straftaten 2 Personen in Gewahrsam und sprach gegenüber 27 Personen einen Platzverweis aus. Im letzten Jahr waren es eine Ingewahrsamnahme und 16 Platzverweise. Es wurden keine Strafanzeigen wegen Widerstandes gegen eingesetzte Kräfte aufgenommen (2024: 1). Ebenso wurden keine Strafanzeigen wegen sexueller Belästigung oder sexueller Übergriffe erstattet (2024: 0). 4 Anzeigen nahmen die Ordnungshüter wegen Sachbeschädigungen auf (2024: 13). Diese wurden zum Großteil durch Feuerwerkskörper verursacht.
Ebenfalls kontrollierte die Polizei die Verkehrstüchtigkeit der Autofahrer. Dabei stellten die Beamten in diesem Jahr keine Person fest, die sich trotz vorherigen Alkoholkonsums an das Steuer gesetzt hatte. Im Vorjahr war es eine Person.
In Dormagen-Hackenbroich kam es etwa ab Mitternacht zu mehreren Sachbeschädigungen durch den Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen durch mehrere hundert Personen. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte wurden diese mit Pyrotechnik beworfen. Auch Kräfte der Feuerwehr, die zu einem Brand auf einem Balkon ausgerückt sind, wurden bei den Löscharbeiten behindert. Gegen 01:15 Uhr wurden daher Unterstützungskräfte hinzugezogen, wodurch die Situation sich schnell beruhigte. Es wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet, eine Polizeibeamtin wurde leicht verletzt, konnte aber ihren Dienst fortsetzen.
Die Kreispolizeibehörde zieht ein positives Resümee der Silvesterfeierlichkeiten und wünscht allen ein gutes und vor allem gesundes Jahr 2026.