Das Grünherz im Karneval

Neuss. Aus ungefähr 1400 Vorschlägen, wie das Maskottchen der Landesgrtenschau heißen soll, ist „Flori von Grünherz“ als Siegerin hervorgegangen. So soll die herzliche Blume mit den großen, farbenfrohen Blütenblättern und dem grünen Herzensgesicht heißen. Entworfen hat „Flori von Grünherz“ bekanntlich Jaques Tilly. Zur Vorberichterstattung geht es hier.

Nachdem eine Vorauswahl aus den erwähnten 1400 Einsendungen von Mitgliedern der Stadtverwaltung Neuss und der LAGA-GmbH getroffen war, haben die Themengruppen und die Community von GRÜNES HERZ NEUSS e.V. gemeinsam mit den Tourguides von Neuss Marketing und den Volunteers der Landesgartenschau in einem anonymen, digitales Abstimmungsverfahren so votiert.

Der Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly (2. v. l.) hat den Karnevalswagen entworfen, der die Landesgartenschau Neuss thematisiert und mit seinem Team gebaut. Das Foto ist in der Düsseldorfer Wagenbauhalle entstanden. Es versammelten sich dabei Bürgermeister Reiner Breuer (l.), Sandra Maria Breuer vom Mitmachverein GRÜNES HERZ NEUSS (2. v. r.) und ‚Wagenmeister‘ Tobias Krins von Neuss Marketing.

Von Jacques Tilly stammt nicht nur das Maskottchen, sondern auch der Motto-Wagen für Karnevalszug. Nach eineinhalb Monaten Bauzeit wurde er Mitte Januar fertiggestellt und wird sowohl beim Kappessonntagszug in Neuss als auch beim Rosenmontagszug in Düsseldorf Aufmerksamkeit erregen.

„Mit einem großartigen Wagen von Jacques Tilly setzen wir in diesem Jahr ein starkes Zeichen. Unser Motto-Wagen drückt nicht nur unsere Solidarität zu Jacques aus, sondern auch unsere Haltung: Bunt, herzlich und rheinisch – genau wie die Landesgartenschau Neuss 2026“, wird Bürgermeister Reiner Breuer zitiert und weiter: „Es ist uns eine große Ehre, als erste Nachbarstadt beim Rosenmontagsumzug in Düsseldorf mitzufahren.“

Notabene: Jacques Tilly hat den Unmut russischer Behörden durch seine satirischen Mottowagen zum Rosenmontagszug erregt, in denen er Wladimir Putin, den russischen Krieg gegen die Ukraine und das Auftreten der russische Armee damit kritisiert.

Die russische Justiz wirft ihm „Falschinformationen über die russische Armee“ sowie „Verunglimpfung von Staatsorganen“ vor. Es wurde ein Strafverfahren in Abwesenheit gegen ihn eingeleitet, das in Russland zu einer Haftstrafe von bis zu zehn Jahren führen könnte, berichtete die ARD Tageschau, was Tilly von weiterer Satire nicht abhalten wird, war auf Facebook zu lesen. 

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