Kunst auf der Landesgartenschau

Neuss. Mit drei großformatigen Kunstwerken wird die Landesgartenschau Neuss 2026 mehr als ein Gartenfestival. Es sind dies: Eine 30 m hohe, begehbare Rhein-Landmarke, eine Architekturskulptur und ein himmelblauer Begegnungspavillon am ‚Ort der Religionen‘. So entstehen Fotomotive, emotionale Aufenthaltsorte und Orientierungspunkte im Gelände. Kunst wird so etwas, weswegen man da hin geht.

Christian Odzucks Kunstwerk „ASA NISI LAGA“

Die Veranstalter setzen ein Zeichen: „Kunst ist auf der Landesgartenschau kein begleitendes Programm, sondern ein zentraler Anziehungspunkt“, sagt Ursula Platen, Beigeordnete für Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Neuss. Die Leitidee dafür: „Kunst, Freiraum und Spurensuche“. Es sind  Kunstwerke als Landmarke, Treffpunkte und überraschende Erlebnisräume.

Eine „Rhein-Ikone“ mit Fernwirkung will „ASA NISI LAGA“ sein, geschaffen von Christian Odzuck (Düsseldorf). Sie wird weit über den Rhein bis nach Düsseldorf sichtbar sein und gesehen werden, platziert da, wo die Gartenschau ins Rheinvorland über geht. Die farbigen Fahnen an der Spitze der Skulptur wirken im Einklang mit dem Strom. Auf 10 m Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform. im Inneren gibt es ‚hängende Gärten‘.

Der Haupteingang als Ereignis: „AQUAER – in der Luft liegend“ von Hannah Schneider (Köln). Den Totalisator am Haupteingang verwandelt Hannah in eine Nebel-Skulptur aus Wasser. Das Kunstwerk soll  zum überraschenden Moment werden und den Totalisator als Erlebnisort inszenieren. Mehrmals am Tag hüllt Nebel ihn ein, ein sinnliches Erlebnis, sagen die Macher.

Der Totalisator (wurde zur LAGA teilsaniert) am Haupteingang als Ereignis: „AQUAER – in der Luft liegend“, Abbildung ist eine Fotomontage von Hannah Schneider

Im ‚Ort der Religionen‘ wird Kunst zum Treffpunkt: Die Gartenskulptur besitzt eine nach oben hin offene, kreisrunde, pavillonartige Struktur mit einem Durchmesser von 15 m. Umgeben von Wildhecken und Gartenkabinetten bewegen sich hellblaue Stoffbahnen im Wind. Diese sind, wie die künstlerisch gestalteten hellblauen Möbel, farblich vom Himmel inspiriert. Das Ergebnis: ein einerseits geschützter, jedoch auch offener Raum, der den Blick in die Landschaft ermöglicht und wo man sich treffen kann.

Ein Ort, an dem sich Weltreligionen vereinen: „Wir treffen uns im Wind“ von Hayato Mizutani aus München, eine Visualisierung

Der Open Call für die Landesgartenschau Neuss 2026 erfolgte, wie schon erwähnt, unter der kuratorischen Leitidee „Kunst, Freiraum und Spurensuche“. 92 eingegangene internationale Bewerbungen durchliefen ein mehrstufiges, kuratiertes Auswahlverfahren, wobei eine unabhängige Jury drei Künstler zur Umsetzung ihrer Idee einlud.

Infos zu den Kunstschaffenden: Der studierte Architekt und Meisterschüler der Kunstakademie Düsseldorf Christian Odzuck (Düsseldorf) wurde mit zahlreichen Preisen und Förderungen ausgezeichnet. Er ist bekannt durch internationale Ausstellungen, wie z.B. die Skulptur Projekte Münster 2017.

Hannah Schneider ist Bildhauerin, ihr Fokus Körper, Raum und flüchtige Naturvorgänge. Die Dame erhielt vielfache Auszeichnungen und war 2025 Stipendiatin der Kunststiftung NRW in Istanbul.

Der in Japan geborene und mehrfach prämierte Hayato Mizutani lebt in München. Er  verbindet Architektur und Kunst, schafft Transformation und kulturelle Codes.

Die Realisierung  all dieser Hingucker wird ermöglicht durch eine Förderung der Kunststiftung NRW.

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