Dormagen. Die Wohnraumgesellschaft Dormagen hat an der Johannes-Bock-Straße ein Projekt abgeschlossen. „Mit dem Abschluss dieses Projektes hat die WORADO ein weiteres starkes Zeichen auf dem Wohnungsmarkt in Dormagen gesetzt – bezahlbar, nachhaltig und zukunftsorientiert“, wird Bürgermeister Erik Lierenfeld in einer von der Pressestelle der Stadt verfassten Dokumnt zitiert. „Gerade die Kombination aus öffentlicher Förderung, ökologischer Bauweise und sozialer Durchmischung ist ein Musterbeispiel für eine Stadtentwicklung mit Weitsicht.“

Entstanden sind 22 barrierefreie Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern, 18 davon öffentlich gefördert also auch einkommensschwachen Einwohnern zugänglich. Die Wohnflächen verteilen sich auf rund 1.661 qm. Alle Wohnungen sowie die 23 Stellplätze sind vermietet.
Gefördert wurde das Bauvorhaben mit rund € 4,5 Millionen aus der NRW-Mietraumförderung. Zusätzlich wurden Darlehen mit Tilgungsnachlässen in Höhe von etwa € 1,89 Millionen Euro gewährt. Die Stadt Dormagen unterstützte das Projekt zudem durch die Bereitstellung des rund € 1,3 Millionen teuren Grundstücks als Sacheinlage.
Besonderes Augenmerk wurde auf eine nachhaltige und ressourcenschonende Bauweise gelegt. Die Gebäude wurden in Holzmassivbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad errichtet. Insgesamt wurden mehr als 250 Tonnen Holz verbaut. Für die Energieversorgung sorgen eine Photovoltaikanlage mit rund 63 kWp sowie eine Luftwärmepumpe. Ergänzt wird das Konzept durch Batteriespeicher, Gründächer und eine Regenwasserversickerung vor Ort.
Auch die Außenanlagen wurden naturnah gestaltet: Neben neu gepflanzten Bäumen und 86 heimischen Sträuchern konnte ein Großteil des vorhandenen Baumbestands erhalten bleiben. Ein Spielplatz, zahlreiche – teilweise überdachte – Fahrradstellplätze sowie begrünte Freiflächen sorgen für eine hohe Aufenthaltsqualität. Für die Zukunft ist ebenfalls vorgesorgt: Alle Stellplätze sind mit einer Infrastruktur für E-Mobilität ausgestattet.
Der Bau begann im September 2024. Die Fertigstellung erfolgte in zwei Abschnitten: Ein Gebäude wurde bereits im Dezember 2025 übergeben, die restlichen Wohnungen folgten jetzt. Bei der Umsetzung wurde bewusst auf die Zusammenarbeit mit örtlichen und regionalen Handwerksbetrieben gesetzt, heißt es.