Boddekruiz – ein Ort der Besinnung

Dormagen. Das Boddekruiz in Rheinfeld blickt auf 300 Jahre Geschichte zurück und präsentiert sich nach einer umfassenden Restaurierung nun wieder in neuem Glanz. An einer feierlichen Neueinsegnung am Dienstag, 7. Juli nahmen mehr als 150 Kinder und Erwachsene teil. Gemeinsam mit Bürgermeister Erik Lierenfeld und Pastor Dr. Heribert Lennartz versammelten sich Schülerinnen und Schüler der Regenbogenschule, Kinder der evangelischen Kita Wunderwelt sowie engagierte Leute an dem historischen Wegekreuz, um der Zeromonie beizuwohnen.

Kinder und Jugendliche an die Tradition heranführen, Szene von der Neueinsegnung, Fotos Stadtverwaltung Dormagen

Wegekreuze und Heiligenhäuschen sind Zeugnisse der religiösen und kulturgeschichtlichen Entwicklung. Im Stadtgebiet gibt es rund 70 dieser Kleindenkmäler, mehr als die Hälfte steht unter Denkmalschutz. Das Boddekruiz „In der Au“ wurde laut Inschrift am 31. Juli 1726 von Hans Dietrich Feix und Maria Langel „zu Ehren Maria, Jesus und Joseph“ errichtet. Es zählt damit zu den ältesten erhaltenen Wegekreuzen in Dormagen. Gefertigt wurde das Kreuz aus Latit-Gestein von der Wolkenburg im Siebengebirge.

Die Restaurierung war notwendig geworden, nachdem sich ein Riss im Kreuz gebildet hatte. Ursache war ein Befestigungsnagel, der durch Rost den Stein beschädigte. Auch die Christusfigur wurde dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Die Restauration wurde in Abstimmung umgesetzt. Daran beteiligt waren die Friedhofsverwaltung der Stadt Dormagen, die Unteren Denkmalbehörde und das Denkmalfachamt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR). Auch das Umfeld wurde aufgewertet. Ein neuer Pflasterweg, Rosen und weitere Bepflanzungen sowie eine neue Bank laden künftig zum Verweilen ein. Ausgeführt wurde alles von den Technischen Betrieben Dormagen.

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