Eine Heimat für die Vereine

Grevenbroich. Die Geschichte des Braunkohlebergbaus in Grevenbroich ist eng verbunden mit dem Torbogenbauwerk in Frimmersdorf. Hier begann die Braunkohleverstromung in der Region. Sie ist bekanntlich von Brühl aus im Laufe der Jahrzehnte hier her gewandert. Mit der Inbetriebnahme des Kraftwerks Frimmersdorf Iim Jahr 1926 begann ein neues Kapitel der Industriegeschichte. Jetzt, rund 100 Jahre später erhält das Gebäude an der Erftstraße eine neue, zukunftsweisende Aufgabe.  Unter dem Namen „Revierheim am Torbogen“ wird das ehemalige Leitstandgebäude künftig den Frimmersdorfer Vereinen und der Dorfgemeinschaft als Versammlungsstätte und Ort der Begegnung zur Verfügung stehen, als eine Heimat.

Bei der Vertragsunterzeichnung in der neuen Heimat mit den RWE (v. l.n.r.): Michaela Poschen (Stadtbetriebe Grevenbroich AöR), Andreas Gabe (1. Vorsitzender Bürgerverein Frimmersdorf 1913 e. V.), Bürgermeister Klaus Krützen und Erik Schöddert (Leiter Bereich Immobilien, Bau und Projektentwicklung, RWE Power AG), Foto: Stadt Grevenbroich, das Beitragsfoto stammt vom Landschaftsverband Rheinland

Der große Saal im Erdgeschoss wurde durch RWE für die neue Nutzung hergerichtet, in Abstimmung mit der Stadt Grevenbroich, die diesen langfristig anmietet und für die örtlichen Vereinen umfassend saniert.

2023 suchten Vertreter der Frimmersdorfer Vereine erneut das Gespräch mit Bürgermeister Klaus Krützen. Ihr Ziel war es, einen dauerhaft verfügbaren Versammlungsraum für bis zu 100 Personen zu schaffen, um den zahlreichen Vereinen eine verlässliche Heimat für ihre Aktivitäten zu bieten. 

Nun ist es soweit. Fortan werden z.B. der Bürgerverein Frimmersdorf, die Schützenzüge, das Tambourcorps, der Obst- und Gartenbauverein und die AWO den neuen Saal für Versammlungen, Veranstaltungen und das Vereinsleben nutzen können.  Der Versammlungsraum trägt den Namen „Werner-Alderath-Saal“. Mit dieser Namensgebung wird das langjährige Engagement von Werner Alderath gewürdigt, der über viele Jahre Vorsitzender des Bürgervereins Frimmersdorf war und sich mit großem Einsatz für die Realisierung einer dauerhaften Versammlungsstätte eingesetzt hat. Die Eröffnung des Revierheims, für die er sich so nachhaltig eingesetzt hatte, kann er nach seinem plötzlichen Tod im Oktober 2025 leider nicht mehr miterleben.  Künftig wird auch die Regimentsfahne des Bürgervereins Frimmersdorf ihren Platz im Saal finden. Über dem Fahnenschrank erinnert zudem eine von der Stadt Grevenbroich gestiftete Widmungstafel an Werner Alderath.  „Mit dem Revierheim am Torbogen schaffen wir einen Ort, an dem das gesellschaftliche Leben in Frimmersdorf dauerhaft eine Heimat findet. Dass aus einem historischen Gebäude, das über Jahrzehnte die Geschichte der Energieversorgung geprägt hat, nun ein Treffpunkt für die Menschen im Ort wird, ist ein starkes Zeichen für den gelungenen Strukturwandel. Mein Dank gilt RWE für die vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie allen Vereinen, die sich über viele Jahre mit großem Engagement für diese Lösung eingesetzt haben“, wird Bürgermeister Klaus Krützen in diesem Zusammenhang zitiert.  „Eine starke Gesellschaft braucht nicht nur Strom, sondern auch das ehrenamtliche Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Mit dem neuen Treffpunkt für die Vereine schaffen wir gemeinsam mit der Stadt Grevenbroich einen Ort, an dem genau diese gesellschaftliche Energie ein Zuhause findet. Das ist eine schöne und passende Zukunft für das erste Braunkohlekraftwerk in Frimmersdorf“, so Erik Schöddert, Leiter Bereich Immobilien, Bau und Projektentwicklung, RWE Power AG. 

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter!

Wenn Sie noch mehr wissen wollen, tragen Sie sich ein für einen kostenlosen Newsletter und erhalten Sie vertiefende Infos zu gesellschaftlichen Entwicklungen, Kulinarik, Kunst und Kultur in Neuss!

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.