Neuss. Die Stadt auf dem Weg zu einer SmartCity. Eine intelligente Stadt ist für ihre Bewohner liebenswerter als eine dumme. So ist es erfreulich, dass die Stadt am Rhein im vergangenen Jahr an Intelligenz gewonnen hat und zwar gewaltig, was der Smart City Index 2026 des Digitalverbandes Bitkom soeben dokumentiert. Er untersucht jährlich 83 Großstädte in Deutschland unter diesem Aspekt und veröffentlicht ein Ranking. Da hat sich Neuss um satte 18 Plätze nach vorne geschoben – wie übrigens auch die Nachbarsstadt Mönchengladbach – und erreicht Rang 38. Neuss gehört bundesweit zu den erfolgreichsten Aufsteigern des Jahres.
Mit 75,5 von 100 möglichen Punkten liegt Neuss über dem bundesweiten Durchschnitt von 73,8 Punkten und auch über dem Durchschnitt der nordrhein-westfälischen Großstädte. die im Schnitt 72,1 Punkte aufweisen.
„Der deutliche Aufstieg zeigt, dass unsere Anstrengungen bei der Digitalisierung Wirkung entfalten“, sagt Bürgermeister Reiner Breuer. „Entscheidend ist für uns aber nicht allein die Platzierung. Digitalisierung muss den Alltag der Menschen konkret erleichtern, den Zugang zu städtischen Leistungen verbessern und unsere Verwaltung leistungsfähiger machen. Das Ergebnis ist deshalb eine erfreuliche Bestätigung und zugleich Ansporn, diesen Weg konsequent weiterzugehen.“
Besonders positiv schneidet Neuss in der Kategorie „Gesellschaft und Bildung“ ab. Mit 88,5 Punkten erreicht die Stadt bundesweit Rang 16. Bewertet werden in diesem Bereich unter anderem die Digitalisierung der Schulen (99 Punkte), die Vermittlung digitaler Kompetenzen (100 Punkte) und die digitale Öffentlichkeitsbeteiligung (93.9 Punkte).
Auch bei der Verwaltungsdigitalisierung verbessert sich Neuss deutlich: Mit 86,3 Punkten belegt die Stadt bundesweit Rang 26 und steigt gegenüber dem Vorjahr um zehn Plätze. Die Bestwertung von jeweils 100 Punkten erreicht Neuss bei der Online-Terminvergabe, den untersuchten Online-Leistungen nach dem Onlinezugangsgesetz und beim Serviceportal.
Der Smart City Index untersucht jährlich den Digitalisierungsgrad aller deutschen Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern. Bewertet werden fünf Bereiche: Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Ausgewertet werden Angaben der Städte, amtliche Statistiken und öffentlich zugängliche Datenquellen.
So erfreulich der Erfolg der Stadt ist, soweit ist der Weg trotzdem noch, ehe die Stadt intelligent ist. Auch Stuttgart, aktuell auf Platz 1, ist noch lange nicht perfekt. Am Ende der Skala stehen aktuell Remscheid und Salzgitter. Da müssen die Bewohner wohl noch lange warten, ehe ihre Stadt smart ist.
Wen das gesamte Ranking interessiert dem kann da geholfen werden.
.