Dormagen. Der Ehrenfriedhof an der Nettergasse in der Aufmerksamkeit. Die Aufwertung des Areals zur Parkanlage kommt voran. Das Mahnmal, das an die Zwangsarbeiter erinnert, die während des Zweiten Weltkriegen in Dormagen ausgebeutet wurden, ist von hohen Büschen befreit, die bisher den Blick auf die Stele verdeckten. Die bislang an dieser Stelle stehenden Rhododendron-Büsche wurden an anderer Stelle in der Parkanlage eingepflanzt. Stattdessen wachsen nun Astern, Thymian, Heidekraut oder auch Bergenien und Blauschwingelgras zwischen den Mahntafeln, die in kreisförmiger Anordnung an die in der Stadt verstorbenen Zwangsarbeiter erinnern.

Die Arbeiten auf dem Ehrenfriedhof sind Bestandteil des landesgeförderten ISEK-Programms, das der Dormagener Innenstadt dient. Daraus resultieren der erneuerte Wegebelag und Sitzbänke. Zusätzliche Blumenbeete erfreuen Herz und Auge und auch fliegenden Insekten. Zum Abschluss der Arbeiten erhält die Parkanlage in den kommenden Monaten noch ein neues Tor an der Römerstraße. Hinzu kommen Schautafeln, die an die Geschichte des Friedhofs, die hier Bestatteten und an Soldatengräber aus beiden Weltkriegen erinnern. Ein Begräbnisplatz ist das seit 1063 nicht mehr. Die Parkanlage steht unter Denkmalschutz. Ziel der Stadt ist, hier einen weiteren Erholungsort unter Wahrung der Pietät zu schaffen.