Bürgerrat für den Strukturwandel

Rhein-Kreis Neuss.Das Ende des Bergbaus im Rheinischen Revier – es ist auf 2030 terminiert – ändert vieles. Die in der Braunkohleförderung Beschäftigten, in der damit verbundenen Verstromung, auch Kraft-Wärmekopplung und in den Zulieferbereichen müssen sich neue Jobs suchen, es entstehen riesige Seen, da der noch verfügbare Abraum nicht ausreicht, um die aufgelassenen Tagebaue zu füllen. Das alles wird mit Strukturwandel umschrieben, für den es öffentliche Mittel gibt, ihn einigermaßen sozialverträglich abzufedern. Nun gibt es auf Beschluss der Landesregierung in Düsseldorf  einen Bürgerrat, in dem sich alle aktiv in die Gestaltung ihrer Region einbringen und Anregungen für den Strukturwandel geben können.

Der Bürgerrat im Rheinischen Revier wird 100 Mitglieder haben. Sie werden  ausgewählt, nachdem rund 7000 Leute aus dem Revier mit einen Brief informiert sind, sich für den Bürgerrat bewerben zu können. Nach Merkmalen wie Alter, Bildungsgrad, Geschlecht und räumlicher Verteilung im Revier erfolgt in einem Auswahlverfahren eine möglichst vielfältige Zusammensetzung.

Der Rat kommt an drei Sitzungswochenenden im Mai, Juni und Juli 2026 im Rheinischen Revier zusammen und erarbeitet in moderierten Kleingruppen Handlungsempfehlungen. Diese werden dann dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen stellvertretend für die Landesregierung NRW voraussichtlich im Herbst 2026 übergeben. Die Landesregierung prüft und bewertet die Handlungsempfehlungen und entscheidet danach, ob, beziehungsweise wie, diese Empfehlungen umgesetzt werden können.

Ziel ist es, Perspektiven aus der Bevölkerung systematisch einzubeziehen, Vertrauen zu fördern und politische Entscheidungen nachvollziehbarer zu gestalten. Der Bürgerrat ergänzt bestehende Beteiligungsformate und schafft Rahmen für Teilhabe.

www.rheinisches-revier.de

Quelle:Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH

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