Neuss. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamtes Krefeld hat zwei Gewerbehallen in Neuss aufgesucht, die nach bisherigen Erkenntnissen für den Messebau genutzt werden, um sich zu Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung zu informieren.
Im Rahmen der Maßnahme wurden insgesamt 23 Personen mit chinesischer Staatsangehörigkeit angetroffen und überprüft. Zur weiteren Klärung des Aufenthaltsstatus wurden 21 Personen vorläufig in Gewahrsam genommen.
Die bisherigen Prüfungen ergaben, dass bei 15 der angetroffenen Personen der dringende Verdacht besteht, sich ohne erforderlichen Aufenthaltstitel in Deutschland aufhalten zu haben und somit auch keiner erlaubten Beschäftigung nachgehen durften.
Die weiteren aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen werden durch die zuständige Ausländerbehörde der Stadt Neuss durchgeführt.
An der Maßnahme waren 70 Einsatzkräfte der FKS aus Mönchengladbach und Krefeld beteiligt. Zudem unterstützten Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei sowie Mitarbeitende der Ausländerbehörde der Stadt Neuss die Kontrolle.
Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, insbesondere im Hinblick auf mögliche Verstöße gegen sozialversicherungsrechtliche Bestimmungen sowie das Vorenthalten von Arbeitsentgelt, dauern an.
Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden, sagt das Hauptzollamt und lässt z.B. die Frage offen, wie kommen Leute aus der VR China nach Neuss, wer organisiert so etwas und wer beschäftigt sie?