Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – ist im Februar 2026 mit 1,8 % ermittelt, 0,1% niedriger als im Bund. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stieg der Preisindex gegenüber dem Vormonat (Januar 2026) um 0,2 %. Der Verbraucherpreisindex unter Ausschluss der Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln und Energie – oftmals auch als Kerninflation bezeichnet – ist zwischen Februar 2025 und Februar 2026 um 2,3 % gestiegen, in der Nachbarschaft, in Belgien, um 2,83%. In Holland werden die Zahlen erst am morgigen 03.03.26 veröffentlicht. Im Zeitraum von Februar 2025 und Februar 2026 sind die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke in NRW um 1,2 % gestiegen. Preistreibend waren dabei z.B. Obstkonserven (+33,5 %), Bohnenkaffee (+24,6 %), Paprika (+19,8 %) und Eier (+16,2 %). Das ist eine satte Geldentwertung.Deutlich günstiger angeboten als noch im entsprechenden Vorjahresmonat wurde Butter (-33,0 %), Quark (-27,1 %) und Kartoffeln (- 13,7 %).

Die Energiepreise sind im Februar 2026 insgesamt um 1,2 % niedriger als im Februar 2025. Dabei sanken die Preise für Heizöl (+8,1 %), Strom (+2,6 %) und Gas (+2,3 %). Fernwärme (+2,3 %) und feste Brennstoffe (+12,4 %), wie beispielsweise Holzpellets, wurden hingegen teurer. Ebenso verteuerten sich Kraftstoffe um 0,6 %.
Von Januar bis Februar 2026 verteuerten sich Nahrungsmittel wie Paprika um 11,1 %, Kopf- und Eisbergsalat um 6,1 % und Bananan um 3,8 %. Andere Nahrungsmittel wie Gurken (+13,7 %), Frischkäse (+5,2 %), Hartkäse (+3,6 %) und Butter (+2,5 %) konnten günstiger erwerben als im Vormonat, dabei stiegen die Preise für Kinderbekleidung um 4,7 %. Besonders preistreibend bei Damenbekleidung waren Röcke (+11,5 %) sowie Kostüme, Kleider oder Hosenanzüge (+6,1 %). Bei Herrenbekleidung waren es Pullover oder Strickjacken (+4,7 %) und Stoff- oder Freizeithosen (+4,3 %).
Die Kraftstoffpreise zogen binnen Monatsfrist weiter an (+2,4 %): Diesel wurde im Februar 2026 um 3,1 % und Benzin um 2,2 % teurer angeboten als im Januar 2026.
Ein Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand bestätigt, was Lieschen Müller schon länger weiß: die tatsächliche Inflation wird zu niedrig ausgewiesen. „Die Methoden erfassen nicht den gesamten Inflationsdruck“, sagt z.B. Gunther Schnabl, Professor in Leipzig und spricht damit diedauernde Geldentwertung an. Und Prof. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, wird mit den Worten zitiert: In the long run, seit 2020, sind Lebensmittelpreise um 35 % gestiegen.