Dormagen. Der Dirtpark im Dormagener Stadtteil Horrem bleibt vorerst geschlossen. Grund dafür sind festgestellte Schäden an der Anlage, was die notwendige Verkehrssicherheit beeinrächtigt.
Grundsätzlich wird die Anlage jedes Jahr in den Wintermonaten von November bis März gesperrt. Hintergrund ist die feuchte Witterung, durch die der Boden stärker abgetragen wird und sich Schäden durch die Nutzung deutlich schneller entwickeln können. Bei einer Ortsbegehung am Donnerstag, 12. März, hat der städtische Sportservice mehrere sicherheitsrelevante Mängel festgestellt, die eine Öffnung des Parks aktuell nicht zulassen. Dazu zählen unter anderem deutliche Erosionsschäden an den Schwunghügeln, ein stark abgenutzter Fahrbelag mit freiliegendem Splitt sowie fehlende Falldämpfung in den Landezonen. Auch in den Kurvenbereichen wurden Auswaschungen festgestellt, die zu einem unkontrollierten Abrutschen führen können.
Das Befahren eines Dirtparks ist grundsätzlich mit sporttypischen Risiken verbunden. Das entbindet die Stadt nicht von der Pflicht, die Anlage in einem verkehrssicheren Zustand zu halten. So wird Swen Möser, Abteilungsleiter des Sportservices, in einer Pressemitteilung zitiert. Besonders zu berücksichtigen sei dabei, dass die Anlage viel von Kindern und Jugendlichen genutzt wird, auch solche, die noch nicht so richtig fahrtüchtig sind.
Die Einschätzung wurde von einer Fachfirma bestätigt. Eine Teilöffnung der Anlage kommt aus Sicherheits- und Haftungsgründen nicht in Betracht. Die notwendigen Instandsetzungsarbeiten, darunter der Wiederaufbau der Fahrspuren und die Beseitigung der Erosionsschäden, können nur durch die spezialisierte Fachfirma durchgeführt werden. Die Sanierung ist für Ende April vorgesehen. Ein früherer Termin ist nach Auskunft des Unternehmens aufgrund fehlender Kapazitäten nicht möglich.
Der Dirtpark wird von Kindern und Jugendlichen mit ihren für den Sport geeigneten Fahrrädern gerne genutzt. Das ist auch deshalb lobenswert, weil dadurch wildes Mountenbiken ersetzt wird. So werden Wege in hügeligen Wäldern geschont und Konflikte mit Spaziergängern vermieden. Die Anlage in Horrem gibt es bekanntlich seit 2012.