Rhein-Kreis Neuss. Während das Jahr 2030 unerbittlich näher kommt, das Jahr, an dem die letzten noch arbeitenden Braunkohlekraftwerke abgeschaltet werden, und die Leute, die da mittelbar und unmittelbar beschäftigt sind, einen neuen Arbeitsplatz brauchen, hat das Ringen darum, wie dieser Strukturwandel zu bewältigen ist, längst begonnen. Nun hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Klimaschutz Nordrhein-Westfalen (LANUK) einen Ideenwettbewerb gestartet ihn mit dem Titel „Mit Tatkraft“ ausgestattet und ihn mit € 1 Million ausgestattet. Das Geld Das Geld soll an 150 gemeinwohlorientierte Projekte fließen, deren Verwirklichung mit jeweils € 5 000 bis € 10 000 Euro Preisgeld unterstützt werden.
Vom 1. Oktober bis 30. November kann sich jeder, der einen Hauptwohnsitz im Rheinischen Revier hat, dort ansässige Initiativen, Vereine, Verbände, Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen, Stiftungen und soziale Träger darum bewerben. Die Projektidee muss innerhalb des Rheinischen Reviers – bestehend aus den Kreisen Düren, Euskirchen, Heinsberg, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Rhein-Kreis Neuss, der Städteregion Aachen und der Stadt Mönchengladbach – umgesetzt werden.

Landrätin Katharina Reinhold begrüßt das Programm und ruft alle Interessierten im Rhein-Kreis Neuss dazu auf, sich an dem Ideenwettbewerb zu beteiligen.
Voraussetzungen ist, dass das Projekt einen positiven Beitrag zu mindestens einem der 17 globalen Nachhaltigkeitszielen* leistet, nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, mit der Umsetzung noch nicht begonnen wurde und es innerhalb von 12 Monaten nach Auszahlung des Preisgeldes umgesetzt wird. Kommunen und gewinnorientierte Unternehmen sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Auch Kinder und Jugendliche sind ausdrücklich eingeladen, eine Projektidee zu entwickeln. Sie benötigen eine Person ab 18 Jahren, die die Bewerbung einreicht.
Eine Jury wählt die Mehrzahl der Projekte anhand einer festgelegten Bewertungsmatrix aus, ein Teil der Preise wird zusätzlich per Online-Voting durch die Bevölkerung im Rahmen eines Publikumspreises vergeben. Der 20köpfigen Jury gehört Landrätin Katharina Reinhold an wie und Leute aus den Bundes- und Landesministerien, den Gebietskörperschaften, den Kirchen und Kammern, der Zukunftsagentur Rheinisches Revier. Bis 2030 soll es noch drei weitere Ausschreiobungen dieser Art geben.
Weitere Informationen zum Ideenwettbewerb finden sich unter diesem Link .
*Die 17 Ziele im Überblick. Diese Ziele wurden von der UN 2015 beschlossen, in der Hoffnung, dass sie sich bis 2030 verwirklichen lassen
- Keine Armut: Armut in allen ihren Formen und überall beenden.
- Kein Hunger: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.
- Gesundheit und Wohlergehen: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.
- Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern.
- Geschlechtergleichheit: Geschlechtergleichheit erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen.
- Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen: Die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten.
- Bezahlbare und saubere Energie: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern.
- Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern.
- Industrie, Innovation und Infrastruktur: Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen.
- Weniger Ungleichheiten: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern.
- Nachhaltige Städte und Gemeinden: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.
- Nachhaltige/r Konsum und Produktion: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen.
- Maßnahmen zum Klimaschutz: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.
- Leben unter Wasser: Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen.
- Leben an Land: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern.
- Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern.
- Partnerschaften zur Erreichung der Ziele: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit Leben erfüllen.