Müllabfuhr wird teurer

Grevenbroich. Für das Jahr 2026 steigen die Gebühren für die Abfallentsorgung in Grevenbroich. Anlass sind deutlich gestiegene Kosten in den Gebührenhaushalten, welche die Stadt refinanzieren muss. Wenn das nicht auf einmal geht, weil sonst die Haushalte der Einwohner überstrapaziert würden, sind Kostenunterdeckungen innerhalb von vier Jahren auszugleichen.

Was die Sache teurer macht, ist zum Beispiel Aufwand für die Beseitigung wilder Müllkippen, die Reinigung der Glascontainerstandplätze sowie die Leerung der Papierkörbe auf öffentlichen Flächen. Insgesamt erhöht sich der Gebührenbedarf von € 7,02 auf € 7,95 Millionen. Für die privaten Haushalte. die ein 120-Liter-Restabfallgefäß haben, steigt die Jahresgebühr damit von € 278,59 auf € 300,34, das entspricht einer Erhöhung von rund 7,8 Prozent bzw. gut € 2,31 im Monat, sagt die Stadtverwaltung.

Erhöhte Gebühren verursachen auch Menge und Art des illegal abgelagerten Mülls. Das sit mehr geworden. Immer häufiger müssen Reifen, asbesthaltige Baustoffe und andere Gefahrstoffe fachgerecht entsorgt werden. Dies verursacht zusätzliche Kosten für Spezialunternehmen und bindet Personal.

Zusammen mit den gestiegenen Kosten für die Entsorgung von wildem Müll, abgestellten Fahrzeugen, Restmüll, Bioabfall und Sperrmüll sowie höheren Deponieentgelten führt dies dazu, dass die Abfallgebühren steigen.

Zugleich bleibt der Gebührensatz für die Straßenreinigung trotz höherer Kosten der Entsorger und zusätzlicher Leistungen stabil bei € 2,71 je Frontmeter im Jahr. Den darüberhinausgehenden Anteil für die Reinigung von Allgemeinflächen trägt der städtische Haushalt, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle der Stadt. In der heißt es weiter: Abschließend ist zu betonen, dass die Anpassungen nicht dem Ziel zusätzlicher Einnahmen dienen, sondern der Sicherung von Sauberkeit und Ordnung im öffentlichen Raum. Die Erwartungen aus Öffentlichkeit und Politik an gepflegte Grünflächen, saubere Plätze, leere Papierkörbe und die Bekämpfung wilder Müllkippen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Diese Leistungen verursachen messbare Mehrkosten, die nach Rechtslage über Gebühren finanziert werden.

Die einzelnen Kostenveränderungen sind im Ratsinformationssystem einsehbar: https://ris-grevenbroich.itk-rheinland.de/sessionnetgrebi/si0057.asp?__ksinr=3684&smcspf=4

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