Richtfest am Hammfeldhof

Neuss. Noch wenig mehr als 110 Tage vergehen, dann wird die Landesgartenschau auf dem Gelände der ehemaligen Trabrennbahn in Neuss eröffnet, ein Ereignis, dem die Initiatoren und Macher entgegenfiebern und auf das sich die Bevölkerung freuen kann, wird hier doch eine große, zuvor brachliegende Fläche einer neuen Bestimmung zugeführt, die weit über das Jahr 2026 hinausstrahlt. Wenn die Tore der Gartenschau sich im Oktober schließen öffnen sich die Tore zu einem allgemein zugänglichen Park und die Events und Entertainments, die hier während der Schau stattfinden,  enden dann nicht, weitere werden erneut das Publikum erfreuen.

Freuen sich beim Richtfest dabei zu sein: (v.l.n.r.) Reiner Breuer, Bürgermeister Stadt Neuss, Sandra Maria Breuer, GRÜNES HERZ NEUSS e.V., Matthias Hamann, Zimmermann, Alexander Rosebrock, Zimmermann, Thomas Schürmann, Regierungspräsident Bezirksregierung Düsseldorf, Martin Berg, Architekt, Annette Nothnagel und Christoph Hölters, Geschäftsführung Landesgartenschau Neuss 2026 GmbH, Orhan Esin, Esin Dach GmbH, Dr. Christiane Vogel, GRÜNES HERZ NEUSS e.V., Foto: Landesgartenschau Neuss 2026 GmbH & Thomas Mayer_archive
 

Nun wurde ein weiterer Haltepunkt der Vorbereitung erreicht, das Richtfest am Hammfeldhof, ein Gebäudeensemble am östlichen Rand des Parks, der Betriebshof der Galopprennbahn, wo Stallungen für Pferde, Wohnungen, Büros vor mehr als 100 Jahren entstanden, um alles vorzuhalten, was den Betrieb von Traberrennen benötigt. Zwei der Gebäude sind nun unter der Leitung des Architekten Martin Berg saniert worden oder besser gesagt, auf dem Weg der Sanierung. Richtfest wird gewöhnlich gefeiert, wenn der Rohbau abgeschlossen ist, das ist noch nicht ganz der Fall, was der Feierlichkeit allerdings keinen Abbruch tat, zu der sich eine große Schar an einem sonnigen, aber kalten Morgen vor dem Ensemble aus drei Gebäuden versammelte.

Matthias Hamann und Alexander Rosebrock bei ihrer Arbeit

„Hier entsteht ein zentraler Begegnungsort, der Lebensqualität schafft, von Beginn an Menschen aktiv einbindet und die Neusser Stadtgeschichte lebendig in die Zukunft trägt“, freute sich Bürgermeister Reiner Breuer in seiner Ansprache. „Dieses Projekt ist nur möglich durch die hohe Einsatzbereitschaft aller Beteiligten, insbesondere aller Gewerke am Bau“, bedankte er sich bei denen, die für den jetztigen Sachstand sorgten und sicher die Angelegenheit zu einem guten Ende bringen und so Zeitzeugen erhalten.

Von Beginn an war der Verein GRÜNES HERZ NEUSS an der Planung des Umbaus beteiligt. Gemeinsam mit Partnern und Akteuren wird der Hammfeldhof ein Lern-, Vernetzungs- und Begegnungsort, Heim für Workshops, Ort von Vorträgen z.B. zur Biodiversität und alles was mit dem zu tun hat, was wächst und kreucht und fleucht.

„Denn was die Landesgartenschau in Neuss so besonders macht, ist das aktive und vielfältige Mitgestalten “, so Annette Nothnagel, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Neuss GmbH. in ihrer kruzen Ansprache. „Als Herzstück des Gartenlandes wird der Hammfeldhof so zum zentralen Treffpunkt für kulturellen Austausch, Bildung und Erholung.“

Bürgermeister und Regierungspräsident mit zufriedenen Mienen, Fotos (2) Philipp Maas

Für das entstehende Stadtquartier „Neues Hammfeld“ ist Christoph Hölters, Beigeordneter der Stadt Neuss und auch Geschäftsführer der Landesgartenschau, neben Anette Nothnagel, zuständig: „Der Hammfeldhof liegt an einem wichtigen Übergang zwischen Quartier, Park und Mobilität, „denn mit der Nähe zum Eingang Ost, zur künftigen Straßenbahn und zum Radschnellweg entsteht ein zentraler Bezugspunkt, der das Quartier an die Stadt binden wird“, ließ er sich vernehmen.

Das Land NRW ist als maßgeblicher Förderpartner am Projekt beteiligt. „Mit der Unterstützung der Städtebauförderung wird hier nicht nur ein neues Stadtquartier geschaffen, sondern wir setzen einen wichtigen Meilenstein für eine nachhaltige Zukunft“, bekräftigte Thomas Schürmann, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Düsseldorf, die Planungen. Auch er ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein.

Als alle ihre guten Worte zu Gehör gebracht hatten, nahte der Höhepunkt. Ein Richtbaum – jahreszeitbedingt eine kleine Tanne –, geschmückt mit bunten Kreppbändern auf dem Dach des ehemaligen Stutenstalls, ist Ziel zweier Zimmerleute in traditioneller Tracht. Oben angekommen verliest einer von ihnen, Alexander Rosebrock, den traditionellen Richtspruch, leert drei Mal ein Glas und wirft es dann ausgetrunken vom Dach auf den Grund. Es zerschellt in viele Teile. „Das bringt Glück“, weiß die Tradition.

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