Neuss. Zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung der Landesgartenschau Neuss 2026 hat die Stadtverwaltung die lokale und überregionalen Medien eingeladen, sich ein Bild von dem neu entstandenen Park und dem Ereignis zu machen. Dabei: Reiner Breuer, Bürgermeister der Stadt am Rhein, Anette Nothnagel, die Geschäftsführerin der LAGA, Christoph Hölters, der Dezernent für Stadtentwicklung, Jürgen Sturm, Geschäftsführer Marketing, Sandra Maria Breuer vom Grünes Herz Neuss e.V. und die Präsidentin des Gartenbau NRW, Eva Kähler-Theuerkauf. Sie alle trafen die Presse hoch oben im ehemaligen Tribünengebäude, das nun für neue Aufgaben hergerichtet ist.

Die Schau ist kein isoliertes Event, sondern ein Impuls für nachhaltige Stadtentwicklung. Sie verbindet nun durch ihre zentrale Lage Innenstadt, Hafen und Rhein miteinander. Die Landesgartenschau verleiht Neuss einen nachhaltigen Schub. Sie verbindet gezielte Besucherlenkung, hohe Aufenthaltsqualität, ökologische Aufwertungen und eine attraktive Stadtgestaltung. Gleichzeitig zeigt sie, wie temporäre Großveranstaltungen als Motoren für eine dauerhafte, umweltbewusste und lebendige Stadtentwicklung wirken können. Durch die Landesgartenschau wird der Tourismusstandort Neuss gestärkt, das Stadtbild aufgewertet und die Aufenthaltsqualität langfristig gesteigert.

Fahnen und bunte Bodenmarkierungen weisen den Weg vom Bahnhof durch die Innenstadt zum neuen Stadtpark. Entstanden ist er bekanntlich auf einer aufgegebenen Trabrennbahn. Sie war eigentlich eine Industriebrache, wie Reiner Breuer in seiner Ansprache es formulierte. Er machte auf darauf aufmerksam, dass diese Veranstaltung, zu der vom 16. April bis 11. Oktober einige Hunderttausend Besucher erwartet werden, auch irgendwie clever war. Denn, wenn der Entschluss für eine LAGA nicht gefallen wäre, hätte die Stadt auch dafür sorgen müssen, dass hier etwas Attraktives entstanden wäre, sicher viel kleiner und längst nicht so Aufsehen erregend. Das Geld dafür kommt mit ca. € 6 Millionen aus dem Stadtsäckel, der durch Grundstücksverkäufe angereichert wurde, der Rest aus öffentlichen Mitteln und aus den Eintrittskarten. Vom Neusser Tageblatt nach dem Medienmeeting befragt, wer denn eigentlich die Idee gehabt hat, hier eine LAGA zu veranstalten sagte Breuer: „Das hat viele Väter.“ Nachgefragt, ob er das nicht benennen wolle, kam keine Antwort. Auf die Bemerkung, es seien sicher auch viele Mütter gewesen, bejahte er.
Dass die Veranstaltung ein Erfolg wird, dafür macht sich natürlich auch Neuss Marketing, stark. Jürgen Sturm hat z.B. 94 Touriguides engagiert damit Gruppen, aber auch Einzelpersonen durch die Stadt und über das Gelände geführt werden können
Am Marktplatz begrüßen Fahnen und ein Flowerpavillon mit 60 Pflanzkästen die. Am Hafen setzt der Neusser Bauverein mit zwei großformatigen „Flower Balls“ an den historischen Lastenkränen am Hafenbecken 1 ein weithin sichtbares Zeichen. Der Wendersplatz selbst hat ein neues Gesicht. Zur Landesgartenschau wird der zentral gelegene innerstädtische Ort zur wichtigen Verbindung zwischen Innenstadtmit mit einem vorverlegten Tor zum Ausstellungsgelände. Von dort führt auch ein Weg in das Hammfeldviertel, ein zu entwickelnder Wohnbereich der Stadt, womit man so auch dem Rhein wieder näher kommt, der noch im Mittelalter an din Festungsmauern der Stadt plätscherte.
Die Stadt Neuss hat zentrale Innenstadtbereiche modernisiert, um die Aufenthaltsqualität vor Ort langfristig zu steigern. So wurde der Stadteingang am Hamtorwall – Gloriapark – St. Sebastian neugestaltet und der Spielplatz vor Ort modernisiert. Auch wurde das Wasserspiel am Markt instandgesetzt, so dass Wasserfontänen nun wieder in unterschiedlichen Intervallen sprudeln und für Abkühlung sorgen, wenn es denn nötig ist. Die Querungsstelle am Hessentordamm wurde ausgebaut, sodass der Weg von der Haltestelle 709 zum neuen Stadtpark Park zukünftig bequemer.
Übermorgen, am 16. April, wird der Park offiziell seiner Bestimmung übergeben, sicher mit beträchtlichem Rummel, hat doch einige Prominenz seine Teilnahme zugesagt, nicht zuletzt Ministerpräsident Hendrik Wüst. Landesgartenschauen finden in Nordrhein-Westfalen in der Regel alle drei Jahre statt. Neuss hat im Jahr 2022 den Zuschlag für diese Veranstaltung von Düsseldorf erhalten