Dormagen. Yosef und sein gewaltsames Ableben am See ist immer noch Gesprächsthema in der Stadt. Offiziell ist zu den Umständen wenig verlautet. Der Obduktionsbericht soll von Messerstichen sprechen. Ausgeführt soll sie ein zwölfjähriger Junge haben, der aus Kamerun stammt.
Hilfestellung bei der Verarbeitung gibt jetzt die Stadtverwaltung Dormagen. Sie lädt ein zu einer Informations- und Dialogveranstaltung. Sie findet am Mittwoch, 19. März, von 18 bis 20 Uhr im Bürgerhaus Horrem an der Knechtstedener Straße 18A statt.
Der Tod des Jungen hat erschüttert und zahlreiche Fragen aufgeworfen. Gefragt wird derzeit: Wie kann eine solche Tat passieren? Welche Ursachen hat Gewalt? Wie kann man so was verhindern? Welche Rolle spielen Nachbarschaft, Schule, Vereine? Mit der Veranstaltung möchte die Stadt Raum geben, über diese Fragen zu sprechen, Sorgen zu äußern und versuchen einzuordnen, was geschehen ist.

Die Stadt hat Chefarzt Dr. Hapfelmeier (Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Forensischer Gutachter, Kinder- und Jugendsuchtmedizin) für diesen Abend gewonnen. Er ist Chefarzt des Sana Klinikums in Remscheid. Er versucht Antworten zu finden. Er wird keine Rede halten. Wer will, kann ihm Fragen stellen, Gedanken und Ängste ansprechen und ins Gespräch kommen mit ihm und mit allen, die da sind.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich. Diese erfolgt per eMail an das Familienbüro der Stadt Dormagen mit der Adresse: familienbuero@stadt-dormagen.de.