Neuss. Am Montag, 19. Januar, beabsichtigte ein Beamter der Motorradstaffel der Neusser Polizei, einen Pkw-Fahrer in Neuss zu kontrollieren. Das Anhaltesignal wurde zunächst im Bereich der Kanalstraße / Kaiser-Friedrich-Straße gegeben, als der Verkehrsteilnehmer nicht reagierte, schloss der Motorradpolizist auf Höhe der Drususallee zu ihm auf und wies den Dormagener an, rechts zu halten. Dieser versuchte daraufhin, sich der Kontrolle durch Flucht zu entziehen. Es kam zu einer Nachfahrt durch die Neusser Innenstadt, bei der der Beschuldigte unter anderem Rot zeigende Ampeln missachtete und über Gehwege sowie die Fahrbahn des Gegenverkehrs fuhr. Dabei erreichte er zwischenzeitlich überhöhte Geschwindigkeiten. Durch den Flüchtigen wurden andere Autofahrer sowie Fußgänger gefährdet, diese konnten jedoch ausweichen, so, dass niemand verletzt wurde. Schließlich fuhr der Mann, 38jährig, wie sich später ehrausstellte, auf der Adolf-Flecken-Straße über einen Gehweg, wo er mit einem Baum kollidierte und seine Flucht nicht fortsetzen konnte. Er wurde gefasst.
Im weiteren Verlauf der Ermittlung stellte sich heraus, dass der Mann, wohnhaft in Dormagen, ohne Führerschein, dafür aber offenbar berauscht unter dem Einfluss verschiedener Betäubungsmittel unterwegs war. Er wurde auf eine Polizeiwache gebracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Außerdem wurden im Fahrzeug Bargeld und Wertgegestände gefunden, bei denen es sich möglicherweise um Diebesgut handeln könnte.
Das Verkehrskommissariat 2 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.